Versorgungsnetze in kommunaler Hand behalten

Veröffentlicht am 01.11.2007 in Landkreis

Der Unterbezirksausschuss der SPD im Landkreis Kassel hat in seiner jüngsten Sitzung die sozialdemokratischen Mandatsträger der Städte, Gemeinden und des Landkreises aufgefordert, sich für den Erhalt und die Erweiterung kommunaler Anteile an vorhandenen Energieversorgungsunternehmen (EVU) mit kommunaler Mehrheit einzusetzen.

Zur Stärkung der Unternehmen sollen Kooperationen mit anderen kommunalen EVU’s (z.B. im Einkauf oder bei der Betriebsführung) angestrebt werden. Auch die Beteiligung weiterer kommunaler Anteilseigner soll offensiv geprüft werden. Minderheitsanteile an EVU’s sollen als Möglichkeit der Einwirkung auf Unternehmensentscheidungen in kommunaler Hand gehalten werden. Weiterhin soll eine stärkere Kooperation der kommunalen Anteilseigner angestrebt werden.
„Der weitere Ausbau von erneuerbaren Energien hängt unmittelbar von der Stärkung dezentraler Energieversorgungs- und Verteilungsmöglichkeiten ab. Dabei spielen Energieversorgungsunternehmen, die durch Kommunen gesteuert werden können, eine zentrale Rolle“, so Uwe Schmidt, Vorsitzender der SPD im Landkreis Kassel.
Es ist zu prüfen, in wie weit die Möglichkeit besteht, Versorgungsnetze zu kommunalisieren. Dazu sollten Finanzierungsmodelle mit den in der Region verankerten Kreditinstituten angestrebt werden. Auch ein Bürgerfond zur Finanzierung dezentraler Energieversorgungsstrukturen auf der Basis erneuerbarer Energien sei denkbar“, so Schmidt.
„Die potenziellen Wachstumsfelder der kommunalen EVU’s müssen weiter ausgebaut werden. Hier spielen insbesondere die Bereiche Energiedienstleistungen und Umwelttechnik eine entscheidende Rolle. Eine Zusammenarbeit mit Universitäten, Instituten, Unternehmen, der IHK, den Handwerkskammern etc. ist anzustreben.
Unser Ziel ist es, die Stadtwerke als konsequent umweltorientierte regionale Nahversorger für Energie-, Verkehrs- und Wasserdienstleistungen zu profilieren, deren Stärke die Nähe zum Kunden und die Identifikation der Kunden mit dem Umfeld ist. Aus der Region für die Region“, so Uwe Schmidt abschließend.
Begrüßt wird der Vorstoß der Landkreis-SPD von den Sozialdemokraten in Kassel. „Die Energiewende in Hessen bedarf lokaler Unterstützung in den Gemeinden, Städten und Landkreisen“, so Kassels SPD-Vorsitzender Dr. Bernd Hoppe. „Eine Zusammenarbeit der Kommunen in der Energieversorgung ist dabei das Mittel der Wahl, die Energiewende voranzubringen.“ Für die Städtischen Werke eröffne sich eine zukunftsfähige Option der Kooperation vor Ort.

(Uschi Sturm)

 

 

 

 

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